Eine fortlaufende Betreuung während des Prozesses einer Rückschulung ist sehr zu empfehlen, um in Situationen, die den Klienten an Grenzen bringen professionell zu begleiten und stets ein offenes Ohr für den Klienten zu haben.

Der Zeitraum von zwei Jahren ist eine realistische Zeitspanne für die Dauer einer Rückschulung. Hierbei ist kein wöchentliches Treffen notwendig, sondern diese werden individuell mit dem Klienten auf Bedarf vereinbart. Zu Beginn ist eine engmaschigere Betreuung empfehlenswert, gegen Ende ab "Phase 4" sind die Termine individuell nach Bedarf.

Sinnvoll ist es, wenn die Rückschulung aus einer intrinsischen Motivation heraus begonnen wird. Die Lebensumstände sollten passen und alle Bezugspersonen sollten bereit sein, aus Überzeugung mitzuziehen. Insofern kann es gelegentlich empfehlenswert sein, umgeschulten Klienten von einer Rückschulung abzuraten, vor allem, wenn sie  in einer ungünstigen Lebenssituation stehen. 


So können alte Wunden der von damals drastisch abgelaufenen Umschulungen wieder aufgerissen werden und die Klienten immer wieder an persönliche Grenzen stoßen. Bei psychischen Problemen ist sogar manchmal von einer Rückschulung abzuraten, oder sie  sollte in enger Zusammenarbeit  mit dem behandelnden Psychotherapeuten erfolgen.